Freiwillige Feuerwehr

Mönchhagen

gegr. 1924

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Hier wollen wir Ihnen einige Tipps und Hinweise zu Ihrer Sicherheit geben.
Sie können die Seite von oben nach unten durchgehen oder auf einen der Links klicken, um zu einem bestimmten Thema zu gelangen.

112: Was muss ich beim Notruf beachten?

Brandfall: Wie verhalte ich mich, wenn es brennt?

Blaulicht: Wie verhalte ich mich als Verkehrsteilnehmer, wenn ich Blauchlicht sehe?

Feuerlöscher: Wie benutze ich einen Feuerlöscher?

Löschdecke: Wann nehme ich eine Löschdecke?

Rauchmelder: Muss ich einen Rauchmelder installieren?

Rettungskarte: Was ist eine Rettungskarte und warum sollte ich sie im Auto haben?

Im Eis eingebrochen: Wie verhalte ich mich, wenn jemand im Eis eingebrochen ist?

Notruf: 112

zur Alarmierung von Feuerwehr, Polizei und Rettungsdiensten (Polizei auch: 110); von jedem Telefon kostenlos, auch von Handys.

schmuckgrafikNotruf 112

Die Telefonnummer 112 gilt EU-weit als Notrufnummer für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. In Deutschland kann die Polizei auch über 110 alarmiert werden. Über die 112 gelangt der Anrufer in die Einsatzleitstelle. Von dort werden dann die benötigten Dienste benachrichtigt und koordiniert. Damit die richtigen Helfer in der richtigen Anzahl geschickt werden, braucht die Leitstelle entsprechende Informationen vom Anrufer:

Wo ist etwas passiert? (so genau wie möglich: Ort, Straße, Hausnummer, Stockwerk …)
Wer ruft an?
Was ist passiert? (Feuer, Unfall, …)
Wie viele Personen sind betroffen, beispielsweise verletzt oder vermisst?
Welcher Art sind die Verletzungen?

Legen Sie dann nicht gleich auf, sondern warten Sie ab, ob die Leitstelle noch Fragen hat. Nennen Sie eine Rückrufnummer. Wenn Sie bspw. ortsfremd sind und keine exakte Adresse angeben können („Aus dem blauen Auto rechts neben dem gelben Haus drei Häuser hinter der Kirche mit dem Kupferdach schlagen Flammen“), kann es sein, dass die Feuerwehr den Einsatzort nicht gleich findet und weitere Hinweise braucht.

Ein Notruf kann von jedem Telefon (auch von einem Handy) aus kostenlos abgesetzt werden; man braucht weder Münzen noch Telefonkarten.

Rufen Sie lieber einmal zu viel an als einmal zu wenig!

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schmuckgrafikVerhalten im Brandfall

Sofern Löschversuche noch möglich sind, löschen Sie den Brand, aber gefährden Sie sich nicht selbst!

Bis zum Übergreifen des Feuers auf den ganzen Raum (den so genannten Flashover) dauert es manchmal nur wenige Minuten – so lange dauert es auch beinah, bis ein Zehn-Liter-Eimer gefüllt ist! Auch kleinere Entstehungsbrände, die an sich mit einem Eimer Wasser gelöscht werden könnten, können erhebliche Mengen Brandrauch erzeugen, der aufgrund seiner Giftigkeit gefährlicher ist als das Feuer selbst.

Also rufen Sie im Zweifel lieber die Feuerwehr, deren Kameraden mit Atemschutzgeräten ausgestattet sind. Wenn die ersten (!) Löschversuche erfolglos bleiben:
– Verlassen Sie die Wohnung, schließen Sie Fenster und Türen (aber ohne sie abzuschließen).
– Wählen Sie 112 und alarmieren Sie die Feuerwehr.
– Informieren Sie Ihre Nachbarn.
– Empfangen Sie die eintreffende Feuerwehr, berichten Sie, was passiert ist, und weisen Sie in örtliche Gegebenheiten ein.
– Wenn Sie die Wohnung nicht mehr verlassen können, ziehen Sie sich in ein Zimmer zurück, dass möglichst weit vom Brand entfernt liegt, und schließen Sie alle Zwischentüren. Öffnen Sie das Fenster und machen Sie die Feuerwehr auf sich aufmerksam.

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schmuckgrafikWie verhalte ich mich als Verkehrsteilnehmer, wenn ich Blauchlicht sehe?

Zunächst einmal ist jedermann verpflichtet, den Einsatzfahrzeugen freie Fahrt zu gewähren. Wenn Sie also Blaulicht sehen und Martinshörner hören, beobachten Sie zunächst, aus welcher Richtung die Fahrzeuge kommen, wie viele es sind und in welche Richtung sie wollen. Vor allem an Kreuzungen achten Sie darauf, ob die Einsatzfahrzeuge blinken!
Bei einspurigen Fahrbahnen (Abbildung links) fahren die Fahrzeuge beider Richtungen jeweils an den rechten Fahrbahnrand (rote Pfeile) und lassen das Einsatzfahrzeug in der so gebildeten Gasse (schraffierter Bereich) zwischen sich hindurchfahren. Gibt es mehrere Spuren pro Fahrtrichtung (Abbildung rechts), weichen die Fahrzeuge auf der am weitesten links liegenden Spur nach links aus, alle anderen nach rechts. Für die Einsatzfahrzeuge entsteht so ebenfalls eine Gasse (schraffierter Bereich).

Skizze zum Verhalten bei Blaulicht im Verkehr

Stehen Sie an einer roten Ampel, weichen Sie nach rechts aus. Dazu dürfen Sie ggf. auch ein Stück über die Haltelinie fahren (wenn der Verkehr dies zulässt!), um nachfolgenden Fahrzeugen das Rangieren zu ermöglichen. Aber achten Sie dabei darauf, in welche Richtung die Einsatzfahrzeuge wollen.
Blinken Sie beim Ausweichen, damit der Einsatzfahrer weiß, was Sie vorhaben. Versperren Sie beim Ausweichen keine Nebenstraßen – es könnte sein, dass es gerade diese Straße ist, in die die Feuerwehr will. Und vergessen Sie bei all dem nicht, auf die anderen Verkehrsteilnehmer zu achten!
Manchmal ist das Rechts-ranfahren und Anhalten aber auch der falsche Weg. Kommt beispielsweise ein Löschfahrzeug von hinten und Sie befinden sich auf einer Landstraße und die Straße vor Ihnen ist frei, so ist es besser, (im Rahmen der zulässigen Geschwindigkeit) schnell vorauszufahren, bis Sie eine geeignete Ausweichmöglichkeit finden, wie beispielsweise einen Feldweg oder eine Bushaltebucht. Denn ein Löschfahrzeug ist ein Lkw und wird deshalb kaum schneller als 90 km/h fahren – das heißt, mit Ihrem Pkw sind Sie schneller (sofern die zulässige Höchstgeschwindigkeit und die Straßenverhältnisse dies zulassen). Wenn Sie in dieser Situation sofort auf der Straße anhalten, zwingen Sie das Einsatzfahrzeug zum Abbremsen und Ausweichen über die Gegenfahrbahn und stellen damit ein unnötiges Hindernis dar.
Wenn in einer schmalen Straße kein Platz zum Ausweichen ist, fahren Sie so schnell wie zulässig und möglich vorweg bis zur nächsten Ausweichmöglichkeit. Zeigen Sie frühzeitig durch Blinken an, dass Sie jetzt ausweichen werden.

In jedem Fall bleiben Sie ruhig!

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SchmuckgrafikFeuerlöscher

Viele Brände können in der Anfangsphase noch relativ leicht bekämpft werden. Dazu dienen Feuerlöscher. Zunächst sollten Sie wissen, wo sich beispielsweise an Ihrem Arbeitsplatz oder in Ihrem Wohnhaus die Feuerlöscher befinden. Dann sollten Sie sich auch einmal die Mühe machen, sich die Gebrauchsanweisung auf dem Feuerlöscher anzusehen. Dort ist vermerkt, für welche Brände der Löscher überhaupt geeignet ist. Brände werden in Brandklassen eingeteilt:

Brandklasse A: brennbare feste Stoffe wie Holz, Papier, Textilien

Brandklasse B: brennbare flüssige und flüssig werdende Stoffe wie Benzin, Lacke, Fette, Teer

Brandklasse C: brennbare gasförmige Stoffe wie Methan, Propan, Stadtgas

Brandklasse D: brennbare Leichtmetalle wie Aluminium, Magnesium

Brandklasse F: Speisefette und -öle in Kücheneinrichtungen

Pulverlöscher

In den meisten Feuerlöschern ist sogenanntes ABC-Löschpulver enthalten, das wie der Name schon sagt, für die Brandklassen A, B und C geeignet ist. Ein solcher Feuerlöscher löscht im Grunde alle „haushaltsüblichen“ Brände mit Ausnahme von Fettbränden und brennendem Metall.

Auch die Bedienung des Löschers können Sie dem Aufdruck auf dem Löscher entnehmen. Sehen Sie sich das in Ruhe an, geraten Sie nicht in Hektik. (Fühlen Sie sich überfordert, wählen Sie 112 und alarmieren Sie die Feuerwehr (siehe auch Verhalten im Brandfall.)) Da es verschiedene Typen von Löschern gibt, können wir hier nur allgemeine Hinweise geben. Als erstes müssen Sie den Feuerlöscher entsichern, indem Sie – je nach Löscher – einen Stift oder Ring entfernen. Damit das Löschpulver gesprüht werden kann, muss das Treibgas im Löscher unter Druck stehen. Bei Dauerdrucklöschern steht der Behälter bereits unter Druck, bei Aufladelöschern muss der Druck erst aufgebaut werden. Dies wird durch einen kräftigen Schlag auf einen Schlagknopf oder durch einen Hebel ausgelöst. Der Druckaufbau dauert etwa 2 Sekunden; diese müssen Sie abwarten, bevor Sie mit dem Löschen beginnen können. Zum Sprühen des Pulvers muss dann meist ein Ventil am Schlauchende (Aufladelöscher) oder ein Hebel betätigt werden. Der Hebel sitzt bei Dauerdrucklöschern nicht vorn am Schlauchende, sondern oben am Behälter, weil sonst der Schlauch ständig unter Druck stünde.

In den Abbildungen sehen Sie Beispiele für einen Dauerdruck- und einen Aufladelöscher.

(Beide sind rein zufällig ausgewählt, natürlich funktionieren die Fabrikate anderer Firmen genauso gut.)

Foto Aufladelöscher
Aufladelöscher

Links: Beispiel für einen Aufladelöscher;
Mitte oben: aufgedruckte Bedienungsanleitung;
Mitte unten: Schlagknopf zum Druckaufbau;
rechts: Ventil am Schlauchende zum Sprühen des Pulvers.
Bitte beachten: Dieser Löscher ist bereits gebraucht, d.h., die Sicherung ist nicht mehr vorhanden.

Foto Dauerdrucklöscher
Dauerdrucklöscher

Links: Beispiel für einen Dauerdrucklöscher;
Mitte oben: aufgedruckte Bedienungsanleitung;
Mitte unten: Hebel zum Sprühen des Pulvers mit Sicherungsring;
rechts oben: Düse am Schlauchende

Beim Löschen beachten Sie bitte:

– Halten Sie genug Abstand, die Pulverwolke braucht etwa 5 Meter, um sich voll zu entfalten. – Sprühen Sie stoßweise
– Sprühen Sie in Windrichtung, niemals gegen die Windrichtung. Nur so können Sie den Brandherd erreichen, weil Ihnen dann die Flammen nicht entgegenwehen.
– Sprühen Sie nicht in die Flammen, sondern von unten in den Brandherd.
– Löschen Sie von unten nach oben (Hitze steigt nach oben, deshalb breitet sich auch Feuer von unten nach oben aus).
– Löschen Sie Flächenbrände von vorn und von unten, nicht von hinten und oben.
– Löschen Sie Tropfbrände und Fließbrände, die von oben nach unten fließen, von der Austrittsstelle zum Boden, also von oben nach unten.
– Haben Sie mehrere Löscher (und entsprechend viele Mitstreiter), setzen Sie die Löscher nicht nacheinander, sondern gleichzeitig ein. Feuer breitet sich rasch aus, nur ein Löscher kann daher zu wenig sein.
– Auch wenn das Feuer aus zu sein scheint, bleiben Sie mitsamt dem Löscher daneben in Bereitschaft. Es können noch Glutnester vorhanden sein oder ein Hitzestau verursacht ein neuerliches Entzünden.
– Gebrauchte Löscher unbedingt in der Fachwerkstatt erneuern lassen. Niemals einfach wieder zurückstellen!

Kohlendioxidlöscher (CO2-Löscher)

Foto Kohlendioxidlöscher
Beispiel für einen Kohlendioxidlöscher

In Kohlendioxidlöschern wird das Gas Kohlendioxid als Löschmittel eingesetzt. Kohlendioxid ist etwa 1,5-mal schwerer als Luft. Sprüht man Kohlendioxid in einen Raum, sinkt es daher zu Boden, die Kohlendioxidschicht breitet sich unter der Raumluft aus und verdrängt diese. Die Löschwirkung des Kohlendioxids besteht also im Ersticken des Feuers, indem der Sauerstoff verdrängt wird.
Da auch Menschen auf Sauerstoff angewiesen sind, muss man vor allem in kleinen Räumen vorsichtig sein.
kohlendioxidlöscher werden gegen Brände der Klasse B eingesetzt, aber auch in Räumen mit elektronischen Anlagen, wie Computerräumen. Das feine Löschpulver, das in alle Ritzen dringt, kann hier viel Schaden anrichten.

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SchmuckgrafikLöschdecke

Foto vom Löschen einer brennenden Puppe
Hier wird eine brennende Puppe mithilfe einer Löschdecke gelöscht. Es handelte sich um eine Vorführung der FFW Mönchhagen auf dem Flugplatz in Purkshof.

Eine Löschdecke dient zum Löschen brennender Personen. Die Löschwirkung besteht im Ersticken des Brandes. Lassen Sie die Decke einige Minuten auf dem Brandherd liegen, damit sich nicht aus übriggebliebenen Glutnestern ein neuer Brand entfacht.

Foto Löschdecke
Beispiel für eine Löschdecke für den Privathaushalt, wie sie beispielsweise in Baumärkten erhältlich ist. Die Decke befindet sich in dem Behälter, dieser wird an die Wand in der Nähe möglicher Gefahrenquellen (Küchenherd) befestigt.
Man sieht unten die beiden Bänder, an denen die Löschdecke im Brandfall aus der Umhüllung gezogen wird.

Vergisst man eine Pfanne mit Öl auf dem Herd, kann sich das Fett so stark erhitzen, dass es sich entzündet. Einen solchen Fettbrand darf man niemals mit Wasser löschen! (Siehe Fettexplosion) Statt dessen kann man – nachdem man die Herdplatte abgestellt hat! – die Pfanne abdecken mit einem passenden Deckel oder mit einer Löschdecke (so lange das Feuer noch nicht auf andere Gegenstände übergegriffen hat, es sich also noch um den Entstehungsbrand handelt! Es versteht sich von selbst, dass die Decke hinreichend größer sein muss als der Brand!). Allerdings haben neuere Versuche gezeigt, dass Löschdecken in Betrieben wie Restaurants, in denen mit größeren Mengen Frittierfett u.ä. gearbeitet wird, nur bedingt geeignet sind. Ob und wie diese Ergebnisse auf private Küchen übertragbar sind, wurde noch nicht untersucht.

Eine Löschdecke befindet sich in einem Behälter, den man in der Nähe der Gefahrenquellen (Küchenherd) aufhängt. Mittels Bändern kann die Decke dann rasch herausgezogen werden. Man breitet die Decke vor sich mit beiden Händen aus (einige Decken besitzen in den beiden oberen Ecken Taschen, in die Sie die Hände stecken; auf dem oberen Bild sind diese zu sehen) und bedeckt dann den Brand so, dass die Decke sich zwischen dem Brand und einem selbst befindet.

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SchmuckgrafikRauchwarnmelder

Animation Rauchwarnmelder
Der Rauchwarnmelder sendet Infrarote Lichtstrahlen aus, die sich ungehindert ausbreiten, solange die Luft klar ist. Breitet sich Rauch aus, lenkt dieser das Infrarot-Licht aus seiner Ausbreitungsrichtung ab. Das führt dazu, dass einiges von dem Licht zurück zum Rauchwarnmelder läuft. Registriert dieser den zurückkommenden Lichtstrahl, schaltet sich die Lampe ein (sofern vorhanden) und ein lautes Piepgeräusch ertönt.
(Die Animation hat eine Dateigröße von 630 kB; wenn Ihnen das Laden zu lange dauert, können Sie hier die Darstellung als Bilderfolge abrufen: Rauchmelder Bilderfolge)

Ein Rauchwarnmelder ist ein Brandmelder, also ein Gerät, das bei einem Brand einen Alarm auslöst. Ein Rauchwarnmelder tut dies automatisch, soll heißen, er erkennt den Rauch und beginnt, ohrenbetäubend zu piepen. Die z.Zt. häufigste Variante sendet einen Lichtstrahl aus (Infrarot). Solange die Luft im Raum klar ist, breitet sich der Strahl ungehindert aus und es passiert nichts. Befinden sich aber Rauchpartikel in der Raumluft, streuen diese das Licht, was bedeutet, der Lichtstrahl wird abgelenkt. Dabei trifft dann auch ein Teil wieder auf den Rauchmelder und wird dort von einem Sensor registriert. Daraufhin gibt der Rauchmelder Alarm in Form eines akustischen Signals. Seine Aufgabe ist also nicht, die Feuerwehr zu alarmieren, sondern die Bewohner aufmerksam zu machen und gegebenenfalls zu wecken, da besonders schlafende Menschen Gefahr laufen, einen Brand nicht rechtzeitig zu bemerken.

Da Rauch nach oben steigt, sollten Rauchmelder an der höchsten Stelle des Raumes angebracht werden. Allerdings nicht in der Spitze eines Dachraums. Dort kann sich ein Wärmekissen aus aufsteigender Warmluft bilden, das verhindert, dass der Rauch bis hierher gelangt. Bauen Sie den Rauchmelder waagerecht ein – also nicht parallel zu einer Dachschräge.

Foto Rauchwarnmelder
Beispiel für einen Rauchwarnmelder, an der Zimmerdecke angebracht. Dieser Rauchwarnmelder hat neben der Kontrollleuchte noch eine weitere Lampe, die im Brandfall für eine Notbeleuchtung sorgt.

Die gesetzlichen Vorschriften zum Einbau von Rauchwarnmeldern sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Mecklenburg-Vorpommern müssen seit 2006 alle neu- und umgebauten Wohnungen mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein und zusätzlich mussten bis Ende 2009 alle bereits bestehenden Wohnungen mit Rauchwarnmeldern nachgerüstet werden. Konkret müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, wenn sie als Rettungswege aus Aufenthaltsräumen dienen, mit Rauchwarnmeldern ausgestattet sein. Verantwortlich ist in Mecklenburg-Vorpommern der Besitzer einer Wohnung (dies stellt eine Ausnahme dar – in anderen Bundesländern ist der Eigentümer verantwortlich). „Besitzer“ bedeutet im Falle einer Mietwohnung der Mieter (und nicht der Eigentümer). Allerdings haben einige Vermieter oder Wohnungsgesellschaften es übernommen, sich um die Ausstattung mit Rauchwarnmeldern zu kümmern. Sollte dies bei Ihnen nicht der Fall sein, werden Sie aktiv – auch wenn Sie in einem Bundesland ohne eine solche Einbaupflicht wohnen, können wir Ihnen nur dringend dazu raten, Rauchwarnmelder zu installieren. Weitere Informationen finden Sie hier:www.rauchmelder-lebensretter.de.

Die rechtlichen Angaben haben wir nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert, können aber keine Haftung übernehmen, da diese Internetseite der Information dient, aber auf keinen Fall eine rechtliche Beratung darstellt.

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SchmuckgrafikRettungskarte im Auto

Foto Rettungskarte hinter Sonnenblende
Beispiel für eine Rettungskarte, die hinter der Fahrersonnenblende befestigt wurde.

Moderne Autos werden immer sicherer – was für die Insassen normalerweise ein Vorteil ist, kann jedoch zum Nachteil werden, wenn beispielsweise hochfeste Stähle nicht mehr von Rettungsscheren durchtrennt werden können. Je neuer das Auto, desto länger dauert es, eingeklemmte Personen zu befreien. Um dem entgegenzuwirken, haben ADAC und VDA (Verband der Automobilindustrie) eine Rettungskarte entworfen. Diese Karte enthält zwei Querschnitte des Wagens (senkrecht und waagerecht), in die kritische Bauteile eingezeichnet sind (wie Tank, Airbags, Gasgeneratoren, Batterie, Karosserieverstärkung), aber auch günstige Ansatzpunkte für die Schneidwerkzeuge der Rettungskräfte. Diese Angaben sind für jeden Fahrzeugtyp andere, man muss sich also die für sein Auto passende Rettungskarte besorgen. Sie sollte hinter der Fahrersonnenblende befestigt werden, dort ist sie für die Rettungskräfte schnell erreichbar. Damit die Feuerwehr auch mitkriegt, dass Sie eine solche Karte im Auto haben, bringen Sie einen entsprechenden Hinweis an der Frontscheibe an (solche Aufkleber gibt es z.B. beim ADAC).

Womöglich noch wichtiger ist eine Rettungskarte, wenn Sie ein Hybrid- oder Elektrofahrzeug fahren. In Leitungen in solchen Fahrzeugen herrschen elektrische Spannungen von bis zu 650 Volt, das ist fast das Dreifache dessen, was in einer gewöhnlichen Steckdose herrscht. Auch bei gasbetriebenen Autos müssen die Rettungskräfte Informationen haben: Wo liegen Leitungen und Tank, wo sind die Ventile, über die das Gas im Brandfall abgelassen werden kann?

Weitere Informationen zur Rettungskarte finden Sie bspw. auf der Internetseite des ADAC: www.adac.de/rettungskarte oder unter www.rettungskarte.de. Hier finden sich auch Links zu Downloadangeboten von Rettungskarten der Automobilhersteller.

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SchmuckgrafikIm Eis eingebrochen

Zunächst einmal sollte man nicht frei gegebene Eisflächen gar nicht erst betreten. Betreten Sie Eisflächen darüberhinaus niemals, wenn Sie allein sind. Eine zweite Person, die am Ufer bleibt (!) kann im Notfall Hilfe rufen. Sind Sie dennoch aufs Eis gegangen und hören es knacken, verlassen Sie das Eis sofort, am besten auf dem Bauch kriechend. So verteilen Sie Ihr Gewicht auf eine größere Fläche, d.h., das Eis muss weniger Gewicht pro Fläche tragen.
Passiert es doch und man bricht ein, kann man bei einigermaßen tragfähigem Eis versuchen, sich flach auf das Eis zu schieben und ans Ufer zu kriechen. Ist das Eis nicht fest genug, sollte man versuchen, das Eis mit den Fäusten oder Ellbogen zu zerschlagen, bis man das Ufer erreicht. Für diese Maßnahmen hat man im eiskalten Wasser aber nur wenige Minuten Zeit! Danach ist man bereits zu sehr ausgekühlt. Deshalb gelingt es nur selten, sich selbst befreien. Fast immer bricht die Eiskante ab, sodass ein Abstützen nicht gelingt, oder man rutscht ab. Für den Eingebrochenen gilt: Nach den ersten vergeblichen Selbstrettungsversuchen so wenig wie möglich bewegen, um die Kräfte zu schonen. Der Kreislauf versagt sonst rasch.

Sehen Sie eine Person, die im Eis eingebrochen ist:

– auf jeden Fall zuerst den Notruf 112 absetzen.
– Reden Sie mit dem Eingebrochenen, um ihn zu beruhigen und so lange wie möglich bei Bewusstsein zu halten. – Versuchen Sie, dem Eingebrochenen ein Seil (z.b. Abschleppseil aus dem Auto), einen Schal, einen Ast o. dgl. zu reichen und ihn damit herauszuziehen.
– Ist die Entfernung zu groß, können Sie sich ihm nähern, indem Sie auf dem Bauch kriechen. Aber: Eigensicherung hat in jedem Fall Vorrang! Haben Sie Zweifel, ob das Eis Sie trägt, lassen Sie es!
– Unternehmen Sie solche Rettungsversuche nicht allein!
– Vergessen Sie dabei auf keinen Fall die Eigensicherung, indem Sie sich z.B. ein Seil umbinden, das von einer weiteren Person am Ufer gehalten wird!
– Kriechen Sie nicht bis zur Abbruchkante des Eises! Halten Sie Abstand und reichen Sie dem Eingebrochenen einen Ast, Schal, Mantel o. Ä., an dem Sie ihn herausziehen können.
– Reichen Sie dem Eingebrochenen nicht die Hand, er könnte Sie in seiner Panik ebenfalls ins Wasser ziehen. – Ist der Eingebrochene bereits unter Wasser, auf keinen Fall hinterhertauchen!
– Dem Geretteten ziehen Sie die nasse Kleidung aus, wickeln ihn in trockene Kleidung oder Decken und bringen Sie ihn nach Möglichkeit in einen Raum.
– Flößen Sie dem Geretteten auf keinen Fall Alkohol ein. Obwohl man sich schön warm fühlt, wenn man einen Schnaps getrunken hat, wärmt Alkohol nicht, sondern es passiert das genaue Gegenteil: Der Körper gibt vermehrt Wärme ab und man kühlt rasch aus.

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