Freiwillige Feuerwehr

Mönchhagen

gegr. 1924

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Februar 2021

„Besonderen Anteil hat dabei der Kamerad Krack.“

Nachruf auf Wolfgang Krack

Mehr als ein halbes Jahrhundert war Wolfgang Krack unser Kamerad in der Freiwilligen Feuerwehr Mönchhagen. Bereits mit 16 Jahren trat er in die Feuerwehr ein und blieb bis zum Schluss als Ehrenmitglied dabei.

Als Kfz-Schlosser und Meister für Landtechnik lag ihm immer auch die Technik der Feuerwehr am Herzen. Im Rechenschaftsbericht zum Jahre 1980 heißt es zur jährlichen Überprüfung: „Für das Fahrzeug erhielten wir die Note 2 und für die Feuerwehrtechnik, Sauberkeit und Ordnung die Note 1. Besonderen Anteil hat dabei der Kamerad Krack.“ Dieses Lob findet sich nicht nur einmal in den Rechenschaftsberichten.

Damals noch Leiter des Maschinistenkollektivs stellte Wolfgang Krack sich im Februar 1999 zur Wahl als Wehrführer, nachdem sein Vorgänger im November 1998 das Amt überraschend niederlegte und binnen zwei Monaten ein Nachfolger gefunden werden musste.

Nur zwei Monate später hatte Wolfgang Krack als neuer Wehrführer eine Feier zu einem ganz besonderen Anlass zu organisieren – das noch unter dem vorhergehenden Wehrführer konzipierte und beauftragte neue Löschfahrzeug wurde der Feuerwehr am 24. April 1999 übergeben.

Bereits als junger Feuerwehrmann erlebte Wolfgang Krack einige der größten Einsätze der FF Mönchhagen in den 1970er Jahren: die Ölhavarie, den Brand bei Radiocon und die Schneekatastrophe. In sein letztes Jahr als Wehrführer fiel die vielleicht anstrengendste Einsatzserie der Nachwendezeit: das Regenhochwasser im Sommer 2011 mit 350 mm Niederschlag in weniger als einem Monat.

Wolfgang Krack war kein Freund langer Diskussionen und niemand, der sich ins Rampenlicht drängte. Wenn aber jemand etwas auf die Beine stellen wollte, hat er ihn machen lassen. Auch als 2008 eines der neuen Mitglieder mit der neumodischen Idee kam, die Feuerwehr brauche eine Internetseite. Etwas Neues zu tolerieren, zu dem man selbst gar keine so große Beziehung hat – das ist etwas, das nicht jeder hinbekommt.

Als um 2011 die Renaturierung des Peezer Baches anstand, war Wolfgang Krack es, der sich noch an die Ölhavarie von 1973 erinnerte und der den entscheidenden Hinweis darauf gab, welche Folgen es bei einer zukünftigen ähnlichen Havarie hätte, das Wehr ersatzlos zu entfernen. Es folgte eine längere Geschichte, an deren Ende die Feuerwehr Mönchhagen eine Ölsperre und einen neuen Mannschaftstransportwagen erhielt. Wenn also bei einer zukünftigen Havarie verhindert werden kann, dass Öl in die Ostsee gelangt, ist dies letztlich Wolfgang Krack zu verdanken.

Es kam Wolfgang auf das Ergebnis an, nicht darauf, wer es erreichte. Dies war eine Stärke von Wolfgang Krack, Leute gezielt nach ihren Fähigkeiten einzusetzen, denen dann auch zu vertrauen und sich selbst herauszuhalten. Nicht viele hätten so viel Vertrauen gehabt, das Amt der Jugendwartin einer gerade mal 18-jährigen Kameradin anzuvertrauen. (Heute wissen wir, dass diese Entscheidung absolut richtig war.)

Zum Schluss möchte ich als Schriftwartin und Ortschronistin noch etwas in eigener Sache anführen – was wohl kaum jemand weiß: Es ist ganz wesentlich Wolfgang Krack zu verdanken, dass ich seit 2013 für die Gemeinde an der Ortschronik arbeite. Denn er war es, der mich auf die Spur in die Geschichte Mönchhagens gesetzt hat, indem er mir in einem Buch einen einzelnen Satz zum Großbrand von 1903 zeigte mit den Worten: Kannst du nicht mal eine Chronik verfassen?

Lieber Wolfgang, wir werden dich nie vergessen!

Home-Schooling bei der Feuerwehr – Einsatztaktik

Eine Ausbildung in Einsatztaktik virtuell? Das geht sogar sehr gut. Man braucht ein Bild, einen Plan oder ein Video einer Lage und schon kann es losgehen. Wir entschieden uns für ein im Internet verfügbares virtuelles Ausbildungsangebot des Niedersächsischen Landesamtes für Brand- und Katastrophenschutz. Von den vorhandenen Aufgaben wählten wir Lage Nr. 4 aus, bei der zu einer unklaren Rauchentwicklung im Bereich eines Bauernhofes alarmiert wird.

Man kann sich dort Arbeitsblätter herunterladen und diese dann während der Ausbildung bearbeiten. Das ist nicht so trocken und langweilig, wie es klingt – denn das Besondere ist, dass es einen 360°-Rundgang durch besagtes Bauernhofgelände gibt. Man kann die Ansicht (fast) beliebig drehen und zoomen und so virtuell um das Gebäude herumgehen, was eine schon einigermaßen realistische Lageerkundung ermöglicht. An verschiedenen Orten kann man weitere Informationen erhalten oder sieht sich Fragen im Multiple-Choice-Stil gegenüber.

Mehr soll hier nicht verraten werden, wir wollen ja nicht spoilern.

Während und nach der Lageerkundung gab es bereits viel zu diskutieren und gemeinsam erarbeiteten wir dann anhand der Arbeitsblätter eine (mögliche) Einsatztaktik. Es war schnell klar, dass es nicht immer die eine absolut richtige Entscheidung gibt. Im Gegensatz zu einem echten Einsatz hatten wir hier aber die Zeit, Für und Wider ausführlich zu diskutieren.

Gedacht ist die Aufgabe für die Gruppenführerausbildung, aber sie war für uns alle interessant und lehrreich – schließlich kann auch der Fall eintreten, dass kein Gruppenführer anwesend ist. Deshalb ist es nie verkehrt, sich mit Einsatztaktik zu beschäftigen.

Januar 2021

Wir trauern um unseren ehemaligen Wehrführer

Wolfgang Krack

Er verstarb am 26. Januar 2021.

Wir sind ihm dankbar für alles, was er für die Feuerwehr getan hat, und werden sein Andenken stets in Ehren halten.

Die Kameradinnen und Kameraden der FFw Mönchhagen

Home-Schooling bei der Feuerwehr – Funkausbildung virtuell

Gelöscht wird immer noch in Präsenz – die Ausbildung findet derzeit jedoch im Home-Office statt. Nicht alles kann man auf die Weise machen, aber es ist mehr möglich, als man zunächst denkt. So zum Beispiel auch der Umgang mit einem anderen „Fern-Sprech-Medium“, dem Funkgerät.

Wir möchten hier unsere Erfahrungen teilen:
– mit dem Online-Unterricht,
– zum Einsatz des Funkgerätes als Repeater.

Theorie zum Funkverkehr und zum Funkgerät

Zu Beginn rief Daniel über eine Präsentation der Landesfeuerwehrschule noch einmal die Grundlagen zum Thema Funk in Erinnerung.

Am echten Funkgerät zeigte Thomas dann einige Bedienungselemente und gab Tipps zu verschiedenen Einstellungen.

Test der Reichweite

Da alle zu Hause saßen, bot es sich an, erst einmal zu testen, wie weit der Empfang der Geräte unter den Bedingungen reichen würde. Ivo befand sich als Einziger im MTW (Mannschaftstransportwagen) im Gerätehaus.

Es stellte sich im Laufe der Übung heraus, dass die Wände (die Teilnehmer befanden sich ja in Gebäuden) die Übertragung stark behinderten. Stellte ein Teilnehmer sich ans offene Fenster, wurde der Empfang deutlich besser. Bis etwa 500 m Entfernung zwischen zwei Teilnehmern in Gebäuden war noch etwas zu verstehen, darüber hinaus war der Empfang deutlich schlechter bzw. gar nicht mehr vorhanden.

Funkgerät als Repeater

Deshalb sollte es im zweiten Teil der Übung darum gehen, wie ein Funkgerät als Repeater eingesetzt werden kann. Ein Repeater wird zwischen zwei Funkgeräte gestellt und verstärkt die Übertragung. Nach einer weiteren Theorie-Einheit übernahm dann Ivo die Rolle des Repeaters (vielmehr: sein Funkgerät). Jetzt erklärt sich auch, warum er im MTW sitzen musste – so hatte er die Möglichkeit, an verschiedene Orte zu fahren und wir konnten ausprobieren, wo der günstigste Standort des Repeaters für unsere Übung war. Ein Repeater brachte dann eine Verbesserung, wenn der Empfang ohne Repeater schlecht war.

Unerwarteterweise brachte der Repeater jedoch in den Fällen, wenn der Empfang ohne ihn bereits gut war, eine Verschlechterung. Die Erklärung dafür ist zum einen, dass der Repeater eine gewissen Zeit braucht, um das Signal zu verarbeiten. Dadurch wird das Signal geringfügig verzögert. Zum andern entsteht über den Repeater ein zweiter Signalweg. Das Signal nutzt beide Wege. Wenn nun über beide Wege etwas beim Empfänger ankommt, dann hört dieser eine Überlagerung von zwei Signalen. Weil beide Signale aber mit einem geringen Zeitversatz laufen, hört der Empfänger nur „Wellensalat“.
Erreicht den Empfänger das Signal nur über den Repeater-Weg, hört er nur dieses eine Signal und es gibt keine Probleme.

Oben: Schlechter Empfang, das Signal kommt nicht oder unvollständig an.
Mitte: Ein Funkgerät als Repeater zwischen den beiden Teilnehmern verstärkt das Signal, der Empfang wird verbessert.
Unten: Ein Repeater bei an sich schon gutem Signal führt zu einer Verschlecherung, weil sich jetzt zwei starke Signale mit Zeitversatz überlagern.

Aber immerhin machten wir so die Erfahrung, dass es sinnvoll sein kann, im Eingangsbereich eines brennenden Gebäudes einen Repeater zu installieren. So kann die Gefahr verringert werden, dass die Funksignale eines Trupps im Innenangriff nicht aus dem Gebäude hinausgelangen.

Praktische Übung

Zuletzt gab es noch eine praktische Übungseinheit, in der in einem vorgegebenen Szenario die Kommunikation per Funk geprobt wurde (Einfamilienhaus, Rauchentwicklung im Dachgeschoss, eine vermisste Person).
Dieser praktische Teil kam bei den Teilnehmern gut an.

Fazit:

Da wir uns sonst zur Ausbildung alle im Gerätehaus treffen, hatten wir diese Art von Reichweitentest zwischen Gebäuden und Repeater-Einsatz vorher noch nie durchgeführt. Sodass man sagen muss, dass es mitunter auch Vorteile hat, dass Corona uns alle im Moment zwingt, Dinge neu zu denken. Man kommt dadurch auf neue Ideen und neue Erkenntnisse!

- Hauswände dämpfen das Signal unter Umständen erheblich.
- Der Einsatz eines Funkgerätes als Repeater kann hilfreich sein, muss aber nicht.
- Eine kluge Wahl des Repeater-Standortes ist wichtig.

- Home-Schooling bei der Feuerwehr ist möglich!

Home-Schooling bei der Feuerwehr

Immer noch stecken wir wie alle anderen auch im Lockdown und vieles kann auch bei der Feuerwehr derzeit nicht stattfinden. Einiges können wir aber wenigstens online machen – so zum Beispiel die alljährlich vorgeschriebene Sicherheitsunterweisung.

Tannenbaumverbrennen fällt aus

Wie Sie sich aufgrund des weiterhin herrschenden und zwischenzeitlich sogar noch verschärften Lockdowns sicher schon gedacht haben, kann dieses Jahr kein Tannenbaumverbrennen stattfinden.

Wie Sie Ihren Baum entsorgen können, finden Sie auf der Internetseite des Eigenbetriebs Abfallwirtschaft des Landkreises Rostock. Dort findet man zum Beispiel die Information, dass man im Januar abgeschmückte Nadelbäume am Abfuhrtag der Bioabfalltonne zur Abholung bereitstellen kann; wenn nicht anders möglich, auch neben die Restabfalltonne. Große Bäume müssen mittig zersägt werden, damit sie besser ins Fahrzeug passen.

Copyright© 2008, Feuerwehr Mönchhagen

zuletzt aktualisiert: 11. April 2015